Inklusives Wohnen - auch für Menschen mit 24 Stunden Assistenz-/Pflegebedarf
Inklusives Wohnen - auch für Menschen mit 24 Stunden Assistenz-/Pflegebedarf

Arbeitskreis Trauminsel HORGAU

Elke Klein* 1960  Email: klein-elke-trauminsel@t-online.de  Tel. 0821/715153      

„Als Mutter von Rebecca Klein, als Vorsitzende von trauminsel47drei e. V.  und durch meinen 38jährigen beruflichen Erfahrungsschatz ist für mich „Inklusives Wohnen“ für alle Menschen mit Behinderung /schwerer Erkrankung, unabhängig von der Art und Schwere, unverzichtbar geworden. Nur so ist  ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben möglich. Diese Einsicht schulde ich meiner Erfahrung als  Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Weiterbildung in psychiatrischer Pflege und meiner 10 jährigen Tätigkeit  als kassenzugelassene Soziotherapeutin für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Zahlreiche Menschen aus all meinen Tätigkeitsfeldern haben mir ihre extrem leidvollen Exklusionserfahrungen anvertraut oder ich konnte sie beruflich selbst hautnah miterleben. Nicht zuletzt wohnte auch meine Tochter 10 Jahre in einer Großeinrichtung.“

 

und Rebecca Klein* 1979: Email: klein-rebecca-trauminsel@t-online.de

Als selbst betroffene Frau mit Autismus möchte inklusiv wohnen. Auch wenn ich nie rede und handle möchte ernst genommen werden. Ich arbeite in dieser Arbeitsgruppe mit, um die Trauminsel Horgau mal lebendig werden zu lassen.                                                                               

 

Gabi Donderer* 1965, Arzthelferin, Email:  gabidondi@gmx.de, Tel. 08294/2705                                                          "Zu mir sagte einmal ein guter Freund. "Miriam ist ein Engel".  Damals konnte ich mit einer Aussage dieser Art noch nicht so viel anfangen.  

Heute denke ich, dass es so sein könnte oder auch nicht. Was ich aber glaube ist, dass unser Kind der Auftrag Gottes an uns ist, ihr das bestmögliche Leben zu ermöglichen, das ein schwer beeinträchtigter Mensch in unserem Land haben kann.  Wie reich wir dadurch zurückbeschenkt werden, auch wenn sich viele unserer Lebensträume nicht erfüllt haben, können wir - glaube ich - heute noch gar nicht ermessen.                               Jeder soll uns willkommen sein, der den Weg in eine inklusive Gesellschaft mit uns wagen möchte.  

 

und Jürgen Donderer* 1963, Garantieassessor, die Initiatoren der Interessengemeinschaft.

3 Kinder, darunter Tochter Miriam `* 1992, Miriam leidet unter einer Epilepsie mit Grand Mal Anfällen und einem atypischen Autismus. 

Jürgen Donderer:

Ich hatte einen Traum, was braucht man alles das eine Insel zur Trauminsel wird ?

Nette Menschen, zahme Tiere, süße Früchte, einen reich gedeckten Tisch, ein festes Dach über den Kopf,

Sonne, Wasser, eine Leitung und Beschützer.  Welche Argumente brauche ich für einen Umzug?

Welche motivieren und animieren mich.....                                                                                                                 Will ich dort unter diesen Voraussetzungen leben oder fehlt mir etwas.....                                                           Wollen wir einen Ortsteil, Kleinstdorf, Siedlung sein....

Was soll die Brücke sein...... Welchen Namen geben die uns, oder wir uns...... Träumer oder Insulaner?             Welche Begabungen haben wir - ich ....                                                                                                                         Redner, Handwerker, Animateur, Tänzer, Trainer, Denker, Beter, Sponsor                                                               Wie kann ich oder man da helfen? Wir brauchen dich.... Was wollen wir dort gemeinsam tun.....                         Bin ich bereit etwas zu tun;  Wie weit will oder kann ich gehen...... Was erwarte ich?                                               Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Freundlichkeit, Wahrheit, Angenommen sein, Stärke.

 

 

Ulrike Meitinger und Wolfgang Meitinger, Email:  ulrike@architekt-meitinger Altenmünster,

 „Wir wünschen uns für unsere Tochter Mia ein zu Hause, wenn sie nicht mehr bei uns wohnt, keinen Aufbewahrungs- und Verwahrungsort.  Wir wünschen uns, dass sie in liebevoller familiärer Atmosphäre mit liebevollen Menschen leben kann. Dass sie Teilhabe hat an alltäglichen Dingen, Beschäftigung und keine Eintönigkeit. Wir möchten in ihrer Nähe und mit ihr und anderen Menschen leben, ..und wenn es so weit ist …sterben.“           

 

Sabine Müller, geboren 1965, Email: sabsemueller@hotmail.com                                                               Erzieherin mit Zusatzqualifikation Tiergestützte Therapie/Pädagogik. Single mit tierischen Gefährten, die gerne ihre eigenen vier Wände hat, aber auch Räume zum Beieinander sein.

Inklusiv wohnen ist für mich ein Selbstverständnis, Beeinträchtigungen und Besonderheiten dürfen es nicht behindern.

Meine Erfahrungen zeigen, dass Tiere wunderbare Brückenbauer im Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen sind, dies möchte ich nutzen um ein möglichst lebendiges Miteinander mit zu gestalten.

 

Elke Fröhlich-Fischer, geboren 1965, Heilpädagogin, Email: elkefroehlich-fischer@web.de

"Nur wenn jemand eine Vision von der Zukunft hat, hält er durch - auch in der Not"

 Viktor E. Frankl

 

Es kann in einem inklusiven Ansatz natürlich nicht darum gehen das oft mit einer Behinderung vorhandene Leid für die Betroffenen und ihre Familien schönzureden. Es ist normal verschieden zu sein, aber manchmal ist es schwer, eine Behinderung zu haben. Als Heilpädagogin und selbst

leidtragende Mutter eines "außergewöhnlichen" Sohnes kann ich wahrlich ein Lied davon zu singen. Geht es darum, den behinderten Menschen nur neben mir liebevoll zu dulden, wie das

der alte, überwundene Fürsorglichkeitsgedanke nahe legt? Nein. Es geht darum den

Nebenmenschen glücklich zu wissen - es geht schlichtweg um sein Glücklichsein.

Was eigentlich der gesunde, kritische Menschenverstand schon nahe legt - mit unserer

gesamten Gesellschaft stimmt etwas nicht, wenn sie behinderte Menschen ausgrenzt.

Mir ist ein tiefes Interesse an jedem Menschen wichtig.

Sowohl ein Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung als auch ein

Bewusstsein, dass ein enger Zusammenhang zwischen "Begabung" und Behinderung

besteht, also ein ressourcenorientierter Blick auf den dessen Lebenswirklichkeit und

Entwicklungs- Sehnsucht.

Zum berechtigten und in der UN-Konvention beschlossene Anspruch auf inklusive

Teilhabe wird das Engagement sämtlicher Mitglieder der Gesellschaft benötigt.

Zu diesem Engagement gehört auch die grundlegende Erkenntnis eines jeden einzelnen,

ebenfalls auf Inklusion angewiesen zu sein. 

 

                                                                                                          

                                        

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